Formlose Mystik

Das Wort Mystik geht auf das altgriechische Wort Mystikos (geheimnisvoll) zurück und ist vom lateinischen Wort „Mysterium“ abgeleitet. Mysterium bedeutet Geheimnis, Geheimlehre. Diese Umschreibungen treffen jedoch nicht den Punkt. Geheimnisse hat jemand, der etwas verstecken will. Für den Mystiker gibt es aber nichts zu verstecken, nichts Verstecktes, keine Geheimlehren und nichts Geheimnisvolles. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Es ist seine Natur, das Wesen der Dinge bis in ihre Essenz zu hinterfragen, zu durchdringen, zu verstehen und aufzudecken, wobei er die Begrenzungen des Verstandes überschreitet. Was ihn von seinen Mitmenschen unterscheidet, ist die Intensität, die Radikalität und die Kompromisslosigkeit, mit der er das tut. Der deutlichste Ausdruck dieser Qualität offenbart sich in der formlosen- und der nichtdualen Mystik.

Mystiker dieser Ebenen werden als Siddhas bezeichnet. Ein Siddha ist ein Mensch, die sich selbst erkannt hat. Im Augenblick der Erleuchtung offenbart sich dem Menschen die absolute Wirklichkeit; er erfährt das volle Bewusstsein Gottes. Er erkennt, dass sein Wesen und Gott identisch sind.

 

yoga       integralyoga       galerie       iy2_0       portfolio       formlosemystik      
veranstaltungen       kontakt       links       derroteknopf       glossar       hintergruende